Während in Deutschland immer noch über Sinn und Unsinn des Klimapaketes diskutiert wird, zeigt England einmal mehr, wie es gemacht werden muss. Ohne auch nur eine Unze klimaschädliches CO2 auszustoßen, haben Elizabeth und Sohn Charles unter den Augen der staunenden Welt-Öffentlichkeit den Weg vom Buckingham Palast zum Westminster-Parlament zurückgelegt.
Alles in einer haselnussbraunen Kutsche mit sechs benzinfreien Pferdestärken, die die sechs Schimmel trotz dreier aufsitzender Reiter in ruhiger Gelassenheit, wenn auch mit reduzierter Geschwindigkeit auf die Straße brachten. Auch die begleitenden Reiter begaben sich so klimafreundlich auf die kurze Reise, dass die Heilige Greta von Schweden ihre helle Freude gehabt hätte.
Diese Rückkehr zu den traditionellen Pferdestärken wäre doch ein großer Schritt zur Erreichung der deutschen Klimaziele.
Es muss ja nicht alles Gold sein und ein Sechsspänner mit Kutscher wäre wahrscheinlich der vermögenden Oberschicht vorbehalten. Nein, die Mittelschicht wird sich gerne mit vier Pferden begnügen, wie heute mit vier Zylindern. Selbst zwei Pferde, ja ein Einzeltier tun es, wenn die Kutsche entsprechend klein und leicht gebaut ist. Das wäre dann die Kutschen-Smart-Klasse, wendig und leicht zu parken.
Und nicht zu vergessen: Die Reiter, die Englands Queen zum Westminster-Palast begleiteten. Auch dem Reiter kann die Zukunft gehören. Er hat, wie der Motorradfahrer von heute, den Vorteil, dass er sich geschickt durch die zu erwartenden Kutschen-Staus schlängeln kann. Dies ohne aufheulenden und klimakritischen Motorenlärm sondern im melodischen Klippklapp des Trabers. Schöner kann man das Klima nicht retten als auf dem Rücken oder hinter dem Gesäß der Pferde