Neue Berufe Teil 2 (der Lastverteiler)

Mit unserer kleinen Serie der „Neuen Berufe“ wollen wir die FFF-Jugend auf ein Berufsleben in Zeiten der Klimaveränderungen vorbereiten. Die neuen Klimabedingungen sind nicht nur Risiko sondern auch Chance für kreative mitdenkende Bürger.

Heute stellen wir Ihnen das Berufsbild des „Last-Verteilers“ vor. Dieser Berufszweig ist völlig neu, hat zukünftig aber enorme Chancen. Bei dem bisherigen „dummen Stromnetz“ ist es doch so, dass der Strom abgeschaltet wird, wenn man ihn nicht bezahlen kann. Dafür unterhält jedes Stadtwerk ein paar muntere Mitarbeiter, die gut gelaunt ins Haus kommen und Oma und Opa den Strom abklemmen. Das war im vergangenen Jahr etwa 300.000 Mal der Fall.

In Zukunft kommt aber eine neue Variante hinzu, nämlich für diejenigen, die ihren Strom gerne bezahlen würden, aber trotzdem keinen kriegen. Das Ganze nennt sich „intelligentes Stromnetz“. Es liefert mal mehr mal weniger Strom. Hier kommt jetzt der „Lastverteiler“ ins Spiel. Wenn zu wenig Strom produziert wird, dann muss die bestehende Last eben verteilt werden. Also entweder auf die Omi und ihre Waschmaschine oder auf die örtliche Industriefirma. Wer den begehrten Strom bekommt, dass bestimmt der „Lastverteiler“.

Wir fordern die Deutsche Kultusministerkonferenz auf, die Rahmenbedingungen für diesen neuen Ausbildungs- oder Studiengang jetzt unverzüglich festzulegen. Die Zeit drängt, denn in weniger als 24 Monaten ist der Strom aus Kernkraft in Deutschland Geschichte und die Energieversorger müssen die Stellen für die Lastverteiler besetzen. Um anfängliche Personal-Engpässe zu überbrücken, ist evtl. über den Einsatz von unbestechlichen Rausschmeißern als Quereinsteiger nachzudenken.

– Fortsetzung folgt –

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